Koordinierungsstelle für Integration im und durch Sport

Kreissportbund und Landkreis

starten Projekt ILOS 2.0 "Integration im Landkreis Osnabrück durch Sport"

Ausgangssituation

Der Landkreis Osnabrück und der KSB möchten ein gemeinsames Vorhaben auf den Weg bringen, um die Interkulturalität in Sportvereinen zu fördern. Das Projekt soll dazu beitragen, durch niedrigschwellige Zugänge Zugewanderte als Teilnehmer*innen und Engagierte in die Sportvereine zu integrieren und die interkulturelle Kompetenz „hiesiger“ Engagierter in den Sportvereinen zu fördern. Voraussichtlicher Start ist März 2020. Der Projektzeitraum sollte im Idealfall 2-3 Jahre betragen und ist abhängig von den Förderbedingungen des LSB Niedersachsen und Entwicklungsperspektive. Für die Ausrichtung des Projektes wird eine Koordinierungsstelle für Integration eingerichtet. Diese stellt eine maßgebliche Ressource für die Steuerung und die Umsetzung des Projekts dar.

Aktion Integration läuft!

Am 07. Und 08. November beteiligten sich auf Einladung der Koordinierungsstelle Integration im und durch Sport 442 Bürgerinnen und Bürger an der gemeinsamen Lauf- und Walking-Aktion. Die Teilnehmenden konnten dabei ihre Strecke, sowie die Uhrzeit selbst aussuchen. 

Unser Ziel:

Ziel der Aktion ist es, möglichst viele Menschen an diesem Wochenende für eine kleine (oder auch größere) Lauf-/Walkingstrecke zu motivieren. Trotz oder wegen Corona der optimale Zeitpunkt um gute Vorsätze in die Tat umsetzen und sich gemeinsam mit uns für ein friedliches Miteinander stark zu machen und dafür zu laufen.

Dabei sind wir schon in der ersten Anmeldewoche mit über 200 Teilnehmer*innen ins Staunen gekommen und es hört bis zu dem 7. November nicht auf. So, dass am Ende 442 motivierte Läufer*innen/Walker*innen an dem sonnigen Wochenende in ganz Stadt und Landkreis Osnabrück, aber auch in Nachbarkreisen und sogar anderen Bundesländern unterwegs waren. Wir freuen uns über diese tolle Teilnehmerzahl und bedanken uns für so viel Engagement!

Wir haben uns gemeinsam mit euch für die Aktion #integrationläuft auf den Weg gemacht und wollten damit für mehr Toleranz in der Gesellschaft werben und ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen. Das ist uns definitiv gelungen!

Ausrichtung

1. Service für die Sportvereine im Landkreis

Die Koordinierungsstelle für Integration steht grundsätzlich als Service für alle Sportvereine im Landkreis zur Verfügung und folgt dem Beispiel der Koordinierungsstelle 2017/2018. Der Steuerungskreis wird mit Projektbeginn zusätzlich „Schwerpunkt-Standorte“ auswählen, um gezielt dort zu wirken, wo ein hoher Förderbedarf gesehen wird. Vor Ort strebt das Projekt einen kommunalen und quartiersbezogenen Ansatz an und beteiligt die jeweiligen Lebensweltverantwortlichen. 

Die bewusste Förderung und Bündelung von Maßnahmen vor Ort soll sowohl auf Ebene der Zielgruppe Veränderungen (Teilnahme, Engagement, Kompetenzen) erzielen, als auch bei den Sportvereinen interkulturelle Öffnungsprozesse bewirken.

„Sport leistet einen bedeutsamen Beitrag zur sozialen Integration. Ansprechstellefür alle Fragen der Integration durch Sportvereine ist der Kreissportbund.Hier steht eine kompetente Ansprechstelle zur Verfügung, die Interessierteberaten, unterstützen und finanzielle Mittel erschließen kann.” (Quelle: Konzept zur Migration und Integration im Landkreis Osnabrück 2018-2022)

2. Visionen und Ziele

„Zugänge und Einbringung in Vereine, Initiativen und gesellschaftliche Gruppen ermöglichen, unterstützen und wertschätzen“ wird im Konzept “Migration und Integration im Landkreis Osnabrück 2018-2022” als oberstes Ziel angegeben.

Das Projekt ILOS 2.0 folgt einer Vision: In den Sportvereinen im Landkreis Osnabrück bewegen und engagieren sich alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig von Herkunft, Religion und Kultur und schaffen eine friedliche Kultur des Miteinander. Dieses beruht auf dem bürgerschaftlichen Engagement von Einheimischen und (Neu-)Zugewanderten Bürgern*innen.

Dafür ist es erforderlich, dass Sportvereine sich in ihrer Struktur und ihrer Gestaltung interkulturell öffnen und ihr Handeln kultursensibel ausrichten. Die dafür erforderlichen Kompetenzen und Fähigkeiten können mit Hilfe des Projekts vermittelt werden. Zudem bedarf es struktureller Entwicklungsförderung mit Hilfe ressourcenorientierter Beratung, z.B. durch gezielte Mikroprojekte in einzelnen Sportvereinen oder der Förderung von Stützpunktvereinen inkl. Personeller Ressourcen.

Die Menschen mit Migrationshintergrund nehmen nicht nur an (separaten/zielgruppenspezifischen) Sportangeboten teil, sondern gestalten aktiv und eigenverantwortlich mit und werden zu einem gleichberechtigten Teil des Ganzen.

Damit mehr Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund ehrenamtliche Funktionen und Aufgaben im Sportverein wahrnehmen können, bedarf es neben den offenen Zugängen auf Organisationsebene, entsprechende Unterstützungsformate für die Personen selbst. Diese können sowohl auf Kompetenzvermittlung (Trainerausbildung, Qualifizierungen Vereinsmanagement), als auch auf Coachingformate ausgerichtet sein.

Projekt-Struktur

Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Initiative, die aus der Zusammenarbeit von KSB und Landkreis entstanden ist.

Die Koordinierungsstelle ist Teil eines landesweiten Netzwerks, getragen vom LandesSportBund Niedersachsen e.V. und gefördert durch das Land Niedersachsen.

Projektzeitraum: 15.06.2020-31.12.2021

Semiha Topal

Koordinierungsstelle für Integration

Tel. 0541 – 600 179 62
Semiha.topal@ksb-osnabrueck.de